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  • 17 Dec 2018

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Wetter Einfluss auf Geschichte und Kriegsgeschichte im speziellen.

Teil 2 - Zweiter Weltkrieg

 

Zu den wohl bekanntesten Beispielen welchen Einfluss das Wetter auf den Verlauf der Geschichte haben kann, gehören zweifellos Hitlers Russlandfeldzug und die Invasion der Alliierten in der Normandie.

In den frühen Morgenstunden des 22 Juni 1941 begann der deutsche Überfall auf Russland. In den folgenden Monaten marschierte die Wehrmacht nach vorne und die russischen Truppen zogen sich unter schrecklichen Verlusten immer weiter zurück. Dann setzte im Monat Oktober starker Herbstregen ein, so dass nahezu alle Straßen und Wege aufgeweicht wurden (Schlammzeit,

Rasputiza) und somit für Fahrzeuge schwer passierbar wurden; die deutsche Offensive blieb buchstäblich im Schlamm stecken. Ein erster schwerer Rückschlag für die Wehrmacht und ein Zeichen für Kommendes. Mitte November setzte dann der Frost ein, die Wege froren zu und wurden wieder befahrbar. Aber der deutsche Vorstoß auf Moskau blieb derweil angesichts massiver sowjetischer Gegenwehr stecken auch weil ab Anfang Dezember eine sowjetische Gegenoffensive mit frischen Einheiten aus Sibirien und Mittelasien einsetzte. Alle diese Einheiten waren für den kommenden Winterkrieg gut ausgerüstet. Die Wehrmacht nicht. Die tiefen Temperaturen bis "350°C führten dazu, dass auf deutscher Seite Gewehre und Geschütze verklemmten, Motoröl und Benzin eindickten und vielen Soldaten die Gliedmaßen erfroren. Da die deutsche Führung nicht damit gerechnet hatte, dass der Krieg länger als einige Wochen dauern würde (!), waren die Truppen ungenügend auf den russischen Winter vorbereitet. Mitte Dezember 1941 war dann die Gefahr der Einkesselung Moskaus durch die Deutschen endgültig gebannt. Diese deutsche Niederlage vor Moskau, nicht erst Stalingrad im Winter 42/43, markierte einen Einschnitt. Die Wehrmacht erlitt nach Jahren anhaltender Erfolge ihre erste Niederlage, und nicht zuletzt "General Winter" hatte grossen Anteil daran.

Alles, aber auch wirklich alles lässt sich planen nur das Wetter nicht. Diese Erfahrung mussten auch die Kommandeure der Alliierten im Frühjahr 1944 machen.

Alle wollten sie, die Invasion. Die Briten sicher weniger als die Amerikaner wobei letztere aber genug hatten vom Anknabbern der Randgebiete von Hitlers Reich. Sie wussten die Deutschen konnten nur am Boden in Westeuropa in die Knie gezwungen werden und das Unterfangen konnte nur mit einer Invasion über den Ärmelkanal beginnen. Mit der ihnen eigenen Geschwindigkeit und auch Rücksichtslosigkeit in der Lösung von logistischen Problemen, schufen sie innerhalb von 2 Jahren die die materiellen Voraussetzungen zum grossen Sprung. Nachdem auch die politischen Entscheidungen zur Invasion gefällt waren, blieb nur noch der genaue Zeitpunkt zu entscheiden.

In den ersten Stunden der Invasion würden 5000 Schiffe in einem eng begrenzten Teil des Ärmelkanals herumschippern, die ersten Anlandungswellen sollten Tausende Soldaten an Land bringen, nicht zu vergessen die 3 Fallschirmjägerdivisionen die in der Nacht vorher über der Normandie abgesetzt werden sollten. Wobei noch nicht einmal die Gesamtzahl der Soldaten und Waffen das Problem waren. Worauf es ankam, war ein reibungsloser Ablauf der geplanten Landungsoperation und darauffolgend die Geschwindigkeit, mit der die gelandeten Truppen in den Folgetagen auf dem Seeweg verstärkt werden konnten. Infrage kam nur ein Tag mit Neu- oder Vollmond, mit ausgeprägtem Niedrigwasser um die Panzersperren am Strand erkennen zu können. Auch müsste es am D-Day zweimal Ebbe geben, kurz nach Sonnenaufgang und ein zweites Mal kurz vor Sonnenuntergang, weil das Ganze in zwei Schüben laufen sollte. Es durfte nicht regnen und stürmen, und anlandiger Wind war auch von Nöten. Die alliierte Landung in der Normandie war also eine meteorologische Herausforderung ersten Ranges. Dabei ist zu bedenken, dass auch heute noch jede Wetterprognose über mehr als drei Tage für diese Gegend leicht zum Lotteriespiel werden kann.

Auftritt also der wichtigsten Leute, die Meterologen. Für die Tage Anfang Juni, speziell am 5., 6. oder 7. Juni, scheint zuerst alles passend. Dann aber zieht Anfang Juni ein ausgedehntes Tiefdrucksystem mit Regenschauern, tiefhängenden Wolken und Wind vom Atlantik über Westeuropa hinweg. Die zunächst für den 5. Juni geplante Operation wird mühsam gestoppt.

Früh am Morgen desselben Tages wird der Oberkommandierende der Alliierten, General Dwight D. Eisenhower, von den Meteorologen unterrichtet, daß für den 6. Juni ein kleines Zwischenhoch zu erwarten sei, das eine gewisse Wetterbesserung für den 6. Juni erwarten lasse. Eisenhower tut dann das, für das Oberbefehlsbaber bezahlt werden. Er trifft seine einsame Entscheidung und wird Recht behalten. Auch dafür hat er seinen Platz in den Geschichtsbüchern verdient. Passender- und glücklicherweise sahen damals die Deutschen die Situation anders vielleicht auch deswegen weil ihnen die Möglichkeit der weiträumigen Wetterbeobachtung im Atlantik fehlte. Der gehörte schließlich den Alliierten. Doch dazu später mehr.

Weniger bekannt dürften folgende Geschichten sein.

9. August 1945 Ein amerikanischer Bomber ist im Anflug auf eine japanische Stadt, Kokura. An Bord hat er nur eine Bombe, Fat Man genannt. Wenige Tage zuvor wurde die erste Atombombe auf Hiroshima abgeworfen. Doch das Schicksal meint es gut mit Kokura. Wegen wolkenverhangenem Himmel und schlechtem Wetter dreht der Bomber ab. Sonnenschein und klare Sicht dagegen besiegelen das traurige Schicksal von Nagasaki. Das Kaiserreich kapituliert, der Zweite Weltkrieg ist beendet.

A propos Kriegsende :

Jahre, in manchen Fällen sogar Jahrzehnte später kam es vor, dass auf manchen abgelegen pazifischen Inseln ausgemergelte und verwahrloste Männer, Japaner, aus dem Dschungel traten und verwirrt zur Kenntnis nahmen, dass der Krieg für den sie so lange auf ihrem Posten ausgeharrt hatten, schon lange beendet war.

Zum Schluss eine Frage, eigentlich sind es deren drei. Wo und wann ergaben sich die letzten deutschen Soldaten und was hat das mit dem Wetter zu tun? Wissend natürlich dass das offizielle Kriegsende in Europa (Victory in Europe Day) am 8 Mai war.

Nun, sie kapitulierten nicht in irgendeiner gottverlassenen Oase in Nordafrika, auch nicht in einem abgelegenen Seitental des Kaukasusgebirge usw. Nein, sie kapitulierten auf Spitzbergen, im hohen Norden.

Die Geschichte geht so:

Die Deutschen erkannten früh die Bedeutung einer einigermassen guten Wettervorhersage in Bezug auf ihre Feldzüge und vor allem auf den U-Bootkrieg; gewusst war auch dass das europäische Wetter entscheidend beeinflusst wird durch Wetterphänome im hohen Atlantik und in den arktischen Breiten. Darum bemühten sie sich schon früh meteorologische Daten aus diesen Gegenden zu bekommen. Unter Wahnsinnscodenamen wie

Unternehmen Knospe, Holzauge, Edelweiss, Zugvogel, Bassgeiger oder auch noch Schatzgräber, wurden über die Jahre 1941 bis 1944 Wetterstationen sowohl von der Wehrmacht wie auch von der deutschen Marine auf Spitzbergen, Grönland und Franz-Josef-Land eingerichtet.

Schliesslich wurde 1944 dann unter dem Decknamen "Haudegen" eine Gruppe deutscher Wetterbeobachter nach Spitzbergen geschickt. Die Mission war so geheim, dass ihre Teilnehmer beinahe im Eis vergessen wurden. Erst am 3. September 1945 kapitulierte der Trupp: als letzte Wehrmachtseinheit - knapp vier Monate nach Kriegsende.

(Jeannot Schreiner, MNHM)


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